Ausstellung im Sommer 1999

Ursula Haupenthal verbindet in ihrer Kunst skulpturale Objekte mit Musik, Funktion mit Ästhetik sowie östliches mit westlichem Gedankengut. Seit der Mitte der achtziger Jahre brachte sie hauchdünne Titan- oder Stahlbleche in eine Form, die sowohl dem puristischen Anspruch als auch der Funktion als Klangkörper entsprechen. Auf ihnen spielt die Künstlerin mit einem Bogen wie auf einem Cello oder streicht mit den Händen über die ausladenden Metallflächen. Die entstehenden Töne erinnern an die Musik ostasiatischer Kulturen. Der umliegende, aber auch der Skulptur innewohnende Raum ist für die Kunst von Ursula Haupenthal essentiell. Ohne ihn kann das Metall nicht schwingen, und ohne Schwingung entsteht kein Klang. Die Künstlerin berechnet und erprobt das genaue Verhältnis zwischen dem Volumen, der Stärke und dem Härtegrad des Metalls sowie den wirkenden physikalischen Kräften. Das Ergebnis fasziniert die Zuhörer immer wieder neu.

Ursula Haupenthal wurde 1955 in St. Wendel geboren. Sie studierte Schmuckgestaltung, Malerei, Zeichnung und Bildhauerei an der Hochschule in Pforzheim. Nach dem Diplom 1981beschäftigte sie sich vorrangig mit Unikatschmuck.
Seit 1986 widmete sie sich zunehmend der Klangvielfalt von Metallen und entwickelt Skulpturen-Instrumente, die sie mit eigenen Kompositionen in Ausstellungen und Konzerte ertönen lässt. Hierfür setzt sie sich mit asiatischen Kulturen und dem Buddhismus auseinander, liest philosophische und religiöse Schriften und studiert fernöstliche Musikinstrumente in ethnologischen Museen.

Klare Strukturen, streng voneinander abgegrenzte Formen und Flächen sowie sparsame Farbakzente prägen Haupenthals Kunst. Seit 1998 hat sie zudem die Fotografie als neues Thema der künstlerischen Auseinandersetzung für sich entdeckt. Zahlreiche Einzel- und Gruppenausstellungen in Deutschland, Mallorca, Luxemburg, Österreich, USA, Japan, China und Südkorea zeigten ihre Arbeiten. Sie lebt und arbeitet in Winterspüren, Gemeinde Stockach am Bodensee.

1999 war im Rittersaal des Hohen Luckower Herrenhauses eine Ausstellung mit Skulpturen-Instrumenten der Künstlerin. Ursula Haupenthal strich mit einem Bogen über die Kanten der Metallbleche, sodass die entstehenden Schwingungen deutlich spürbar wurden und sphärische Klänge und Klangmodulationen die Architektur erfüllten. Die Arbeit Dreiklang wurde im Anschluss an die Ausstellung angekauft und ist seitdem im oberen Vestibül zu sehen.

Weitere Informationen: www.ursulahaupenthal.de

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